IDM Hockenheim: Runde Sache

Das Team Suzuki Mayer und sein Schützling Toni Finsterbusch hatten sich für das vergangene Wochenende so einiges vorgenommen. Auf dem Hockenheimring traf man sich, um beim Finale der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft nochmals Gas zu geben. Der vorherige Blick auf die Punktetabelle barg noch reichlich Zündstoff. Auch wenn die drei ersten Plätze der Gesamtwertung nicht mehr in Reichweite lagen, waren die Abstände zwischen Platz 4 und 8 überschaubar und noch für die eine oder andere Überraschung gut.

«Nach hinten kann mir nichts passieren», erklärte Finsterbusch vor dem Start ins IDM- Wochenende beim Blick auf die Tabelle, auf der er als Achter unterwegs war. «Aber ich will auf jeden Fall noch ordentlich Punkte holen, um mich in der Gesamtwertung zu verbessern.» Alleine war er mit dem Plan nicht und auch seine Kollegen gaben schon im Training mächtig Gas. Vor allem im zweiten Training hatte er den Bogen raus, verbesserte seine Vormittagszeit um fast eine Sekunde und sicherte sich mit Rang 6 einen Platz in der zweiten Startreihe.

Finsterbusch setzte seine Pläne auch am Rennsonntag flott in die Tat um, fuhr die Plätze 4 und 5 ein und konnte sich damit um ganze zwei Plätze in der Gesamtwertung verbessern. Als Sechster durften er und das Team um Thomas und Werner Mayer damit die Saison 2018 erfolgreich beenden.

Im ersten Rennen hatte sich der Suzuki-Pilot noch einen ansehnlichen Fight mit der Konkurrenz geliefert. In der letzten Runde sah er seine Chance, schnappte sich noch einen Kollegen und sah die Zielflagge als Vierter. «Es war in der Sachskurve», beschreibt er das Manöver, «ein der Vordermänner musste weitgehen, Florian Alt konnte innen reinstechen und ich was ausgangs der Kurve vorbei. Zu Beginn des Rennens war bei dem vollen Tank das Gefühl für das Motorrad nicht so da. Aber der sechsten, siebten Runde wurde es dann auf der Bremse besser. Ich blieb dann erst einmal hinten dran, da ich nicht ganz so perfekt aus den Ecken rauskam. Am Ende noch Alt anzugreifen war einfach nicht drin, das wäre unrealistisch gewesen. Bei dem letzten Manöver hat ja auch ein wenig das Glück mitgespielt.»

Das Tempo des zweiten Rennens war nicht ganz so hoch wie noch am Vormittag und Finsterbusch, der seinen Start als so lala bezeichnet, war von Beginn an gut dabei. «Aber ab Rennmitte hatten die da vorne nochmals eine Schippe draufgelegt und das Tempo angezogen», erklärt er, «und ich wurde Fünfter. Aber immerhin konnte ich damit in der Tabelle noch zwei Plätze gutmachen. Das passt schon.»

Winterpause ist nun für die IDM angesagt. Viel Pause wird es im Team Suzuki Mayer nicht geben und gemeinsam wird man an den Plänen für die Zukunft arbeiten.

Ergebnis Training/Startaufstellung
1. 1.26,632 Ilya Mikhalchik (UKR/BMW)
2. 1.26,909 Bastien Mackels (B/BMW)
3. 1.26,993 Julian Puffe (D/BMW)
6. 1.27,632 Toni Finsterbusch (D/Suzuki)

Ergebnis Rennen 1
1. Bastien Mackels (B/BMW)
2. Ilya Mikhalchik (UKR/BMW) 3. Florian Alt (D/Yamaha)
4. Toni Finsterbusch (D/Suzuki)

Ergebnis Rennen 2
1. Ilya Mikhalchik (UKR/BMW) 2. Bastien Mackels (B/BMW)
3. Julian Puffe (D/BMW)
5. Toni Finsterbusch (D/Suzuki)

Punktestand nach 14 von 14 Rennen
1. 314 Punkte Ilya Mikhalchik (UKR/BMW)
2. 283 Punkte Bastien Mackels (B/BMW)
3. 203 Punkte JulianPuffe (D/BMW)
6. 125 Punkte Toni Finsterbusch (D/Suzuki)

IDM Assen: Nasser Anfang und gutes Ende

Ein vorletztes Mal in diesem Jahr packten das Team Suzuki Mayer aus Passau und sein Schützling Toni Finsterbusch ihre Suzuki GSX-R 1000 ein und machten sich auf den Weg zur nächsten Veranstaltung der Internationalen Deutschen Meisterschaft. Beim sechsten Rennwochenende der Saison führte der Weg am vergangenen Wochenende ins benachbarte Ausland, wo die IDM-Superbike-Klasse auf der Grand-Prix-Strecke im niederländischen Assen erneut auf Punktejagd ging.

«Alles schick bei mir», verkündete Toni Finsterbusch während seiner Fahrt nach Assen, die er mit IDM-Konkurrent Julian Puffe gemeinsam in Angriff genommen hatte. «An Assen habe ich gute Erinnerungen aus meiner Zeit in der Weltmeisterschaft, da habe ich Punkte geholt und während eines Regentrainings war ich sogar mal in den Top Ten.» Die Strecke war also gut bekannt, allerdings nicht mit einem Superbike. «Der Unterschied ist natürlich riesig. Sie ist recht flüssig, aber mit einem Superbike natürlich mehr Arbeit. Der Belag ist nicht so wellig wie zuletzt der am Lausitzring. Das kommt uns hoffentlich entgegen.»

Am Freitag kamen die IDM-Superbike-Piloten nicht allzu viel zum Fahren. In Assen hatte bereits der Herbst Einzug gehalten und von den drei Trainingssitzungen war gerade mal eine so halbwegs trocken. «Wir hätten genug zu tun gehabt», meinte Finsterbusch. Doch so mussten die nötigen Arbeiten am Set-up von Fahrwerk und Elektronik am Samstag während der beiden Qualifyings, dieses mal bei trockenen Bedingungen, erledigt werden. Bei den Rundenzeiten schraubte Finsterbusch seine persönliche Bestzeit zwar um 1,5 Sekunden nach unten, wurde aber an Ende nur Elfter. Nicht ganz nach seinem Geschmack. «Nein nicht wirklich», gab er zu. «Aber die Zeiten liegen wirklich extrem eng beieinander und abgerechnet wird erst in den beiden Rennen.»

«Noch ausbaufähig», beurteilte Finsterbusch die beiden Rennen, in denen er die Plätze 5 und 6 erreicht hatte. «Ich hatte beide Male einen wirklich guten Start und konnte besonders im ersten Rennen beim Kampf um den letzten Podestplatz gut mithalten, aber ich kam einfach nicht vorbei. Zwischendrin hatte ich in der Gruppe dann mal ein paar Plätze verloren. Am Ende hatte ich ein lustiges Battle mit Stefan Kerschbaumer, daher konnte ich in der letzten Runde nach vorne nicht mehr so richtig attackieren.»

Im zweiten Rennen am Nachmittag waren die Temperaturen im Vergleich zum Vormittag etwas nach oben geklettert und im Team um Chef Thomas Mayer entschied man sie bei den Pirelli-Reifen für eine andere Mischung. «Theoretisch hätte das funktionieren müssen», meinte Finsterbusch nach der Zieldurchfahrt. «Aber ich hatte tatsächlich etwas wenig Grip am

Anfang. Am Ende wurde es besser, aber da war der Zug nach vorne natürlich schon ohne mich abgefahren.»

Noch drei Wochen und dann ist die IDM Superbike-Saison 2018 schon wieder Geschichte. Vorher gibt es noch das große Saisonfinale auf dem Hockenheimring.

Ergebnis Training/Startaufstellung

1. 1.39,895 Ilya Mikhalchik (UKR/BMW) 2. 1.39,905 Lorenzo Lanzi (I/Yamaha)
3. 1.39,957 Bastien Mackels (B/BMW) 11. 1.41,189 Toni Finsterbusch (D/Suzuki)

Ergebnis Rennen 1

1. Ilya Mikhalchik (UKR/BMW) 2. Bastien Mackels (B/BMW)
3. Pepijn Bijsterbosch (NL/BMW) 5. Toni Finsterbusch (D/Suzuki)

Ergebnis Rennen 2

1. Lorenzo Lanzi (I/Yamaha)
2. Ilya Mikhalchik (UKR/BMW) 3. Julian Puffe (D/BMW)
6. Toni Finsterbusch (D/Suzuki)

Punktestand nach 12 von 14 Rennen

  1. 269 Punkte Ilya Mikhalchik (UKR/BMW)
  2. 238 Punkte Bastien Mackels (B/BMW)
  3. 176 Punkte JulianPuffe (D/BMW)

8. 96 Punkte Toni Finsterbusch (D/Suzuki)

Heißes IDM-Rennen in Oschersleben

Die Motorsportarena Oschersleben war am vergangenen Wochenende die zweite von sieben Stationen der Internationalen Deutschen Meisterschaft 2018. Die Klasse Superbike, unter ihnen auch das Team Suzuki Mayer mit dem Neuzugang Toni Finsterbusch, war zu Gast bei der FIM-Endurance-Weltmeisterschaft. Während die Langstrecken-Piloten bei einem Acht- Stunden-Rennen antraten, stand für die IDM-Piloten Meisterschaftslauf 3 und 4 auf der Liste.

Bereits am Donnerstag ging es bei dem etwas anderen Event mit dem ersten Freien Training los. «Alles wunderbar», erklärte Finsterbusch nach seiner Ankunft im Fahrerlager. «Wir hatten hier vorab noch einen Test. Vor allem die Fahrwerksabstimmung beim Hinterrad war ja unser Knackpunkt beim Auftakt.» Der Test hatte bei brennenden 32 Grad stattgefunden. Auch ein gutes Training für das IDM-Wochenende, bei dem ähnliche Temperaturen aufgerufen wurden. «Die IDM-Teams mussten ja wegen der WM im Zelt arbeiten», schildert er die Hitzeschlacht. «Auf ein Engagement in der Langstrecke hatte ich bewusst verzichtet. Ich wollte mich auf die IDM Superbike konzentrieren, ansonsten gerne und jederzeit.»

Nach den beiden Qualifyings bei über 30 Grad glänzte Finsterbusch mit Startplatz 5 als bester Suzuki-Pilot. «Es lief alles glatt und das Motorrad fühlt sich gut an», lautete sein Kommentar. «Leider konnte ich nicht die eine gute Runde rausdrücken. Aber wir sind alle zufrieden.» Zufrieden dürfte die Truppe von Teamchef Thomas Mayer auch nach der Vorstellung im ersten Rennen gewesen sein. Nach dem Start konnte Finsterbusch seine Position halten, in Runde 5 dann der nächste Schritt auf den vierten Rang. Von dort aus hatte der Sachse seine Gegner klar im Griff und rackerte sich mit schnellen Zeiten vor allem in der Schlussphase noch ein Stück weiter in Richtung Podestplatz. Als Vierter sah der Suzuki-Pilot das Ziel.

Es sah für Finsterbusch bis zur sechsten Runde des zweiten Laufs nach dem perfekten Rennen aus. Der Sachse spielte seine ganze Erfahrung aus WM und EM aus und schoss direkt hinter IDM-Leader und Polesetter Ilya Mikhalchik auf den zweiten Rang. «Mein Reaktion am Start war echt top», meint er. «Ich habe versucht, an Mikhalchik dran zu bleiben, aber er war immer das eine oder andere Zehntel schneller. Ich wusste, dass es in Oschersleben mit dem Überholen schwer ist. Daher habe ich mich bemüht, ein fehlerfreies Rennen hinzulegen, damit da keiner an mir vorbeikommt.» Doch in der Hasseröder-Kurve erwischte es ihn dann. «Beim Gas anlegen ist ihm der Gang rausgesprungen», erklärt der Teamchef. «Der Lastwechsel war einfach zu groß, da ist ihm das Vorderrad eingeklappt. Aber bis dahin lief es super. Doch unsere Zeit kommt noch.»

Finsterbusch, der unverletzt geblieben war, nahm es sportlich. Als nächstes führt ihn sein Weg ins belgische Zolder, wo Anfang Juli der nächste IDM-Lauf ansteht.

Ergebnis Training/Startaufstellung

1. 1.25,241 Ilya Mikhalchik (UKR/BMW) 2. 1.25,402 Bastien Mackels (B/BMW)
3. 1.25,817 Lorenzo Lanzi (I/Yamaha)
5. 1.26,250 Toni Finsterbusch (D/Suzuki)

Ergebnis Rennen 1

1. Ilya Mikhalchik (UKR/BMW) 2. Bastien Mackels (B/BMW)
3. Julian Puffe (D/BMW)
4. Toni Finsterbusch (D/Suzuki)

Ergebnis Rennen 2

1. Ilya Mikhalchik (UKR/BMW) 2. Lorenzo Lanzi (I/Yamaha)
3. Bastien Mackels (B/BMW)

Punktestand nach 4 von 14 Rennen

1. 95 Punkte Ilya Mikhalchik (UKR/BMW) 2. 81 Punkte Bastien Mackels (B/BMW)
3. 55 Punkte JulianPuffe (D/BMW)
6. 33 Punkte Toni Finsterbusch

Gelungener IDM-Saisonauftakt

Sieben Mal treffen sich in diesem Jahr Fans und Fahrer der Internationalen Deutschen Meisterschaft IDM in der Klasse Superbike. Zwei Mal pro Wochenende geht es rund auf der Suche nach dem neuen Meister der Saison 2018. Angefangen hat die Saison nach der Winterpause am vergangenen Wochenende in der Motorsportarena Oschersleben. Mit am Start wieder das Team Suzuki Mayer aus Passau. Neu im Team: Der Pilot Toni Finsterbusch, der in der FIM Superstock 1000 EM sein Handwerk auf zwei Rädern gelernt hat.

Die Suzuki GSX R1000 ist im zweiten Jahr in der IDM Superbike unterwegs, inzwischen allerdings mit der neuen Kit-Zündung am Start, was zwar mehr Möglichkeiten bietet, aber auch viel Arbeit mit sich bringt. Arbeit die vor allem Teamchef Thomas Mayer auf Trab hält. Nach den beiden Zeittrainings am Samstag hatte Finsterbusch den siebten Startplatz herausgefahren. «Meine Rundenzeiten waren sehr konstant», schildert er. «So eine extraschnelle Runde konnte ich nicht rauspressen. Als ich mit dem weichen Reifen unterwegs war, hatte ich Ende der Gegengerade den Scheitelpunkt um zwei Meter verpasst, sonst wäre eine 1.26er-Runde drin gewesen. Aber meine Rennpace war gut. Eine Änderung beim Fahrwerk haben wir im Warm-up probiert, damit die Suzuki ruhiger liegt und Grip kann man ja eh nicht genug haben.»

Vor allem die ersten Runden im zweiten Rennen ließen die Herzen des Teamchefs und der Mechaniker höher schlagen. Schon im ersten Lauf war Finsterbusch ein sauberes Rennen gefahren und als Siebter und damit bester Suzuki-Pilot im Ziel angekommen. Doch in Lauf 2 zeigte er, was in ihm steckte. Als Zweiter tauchte er hinter Polesetter Ilya Mikhalchik auf. «Mein Start war okay», hält Finsterbusch fest. «Durch die erste Runde bin ich dann echt gut durchgekommen. Auf Start-Ziel raus habe ich dann sogar noch Bastien Mackels, den Sieger des ersten Rennens, geschnappt.» Gegen Rennende musste Finsterbusch, der letztendlich Fünfter wurde, eine wenig das Gas rausnehmen. «Die Reifen haben etwas nachgelassen», schildert er. «Im zweiten Rennen hatte ich am Ende viel Wheelspin und bin nicht mehr richtig vorangekommen, musste etwas abreissen lassen. Dann habe ich selber noch zwei kleiner Fehler fabriziert, durch die noch Dominic Schmitter und Julian Puffe durchschlüpften.»

«Aber für unser erstes gemeinsames IDM-Wochenende gehen die Ergebnisse voll in Ordnung», so Finsterbusch. «Beim nächsten Rennen fangen wir gleich auf einem höheren Niveau an. Beim Fahrwerk werden Thomas Mayer und Andi Vogt noch Arbeit haben und auch bei der Elektronik gibt es noch Möglichkeiten. Auch ich als Fahrer kann zur Lebensdauer der Reifen beitragen, in dem ich am Anfang des Rennens etwas sparsamer damit umgehe.»

In fünf Wochen geht es für die IDM Superbike weiter. Die nächsten beiden Wertungsläufe stehen an. Wieder in Oschersleben, dann aber im Rahmen der Langstrecken- Weltmeisterschaft.

Ergebnis Training/Startaufstellung

  1. 1.26,178 Ilya Mikhalchik (UKR/BMW)
  2. 1.26,707 Bastien Mackels (B/BMW)
  3. 1.26,486 Jan Halbich (CZ/Honda)

7. 1.27,030 Toni Finsterbusch (D/Suzuki)

Ergebnis Rennen 1

  1. Bastien Mackels (B/BMW)
  2. Ilya Mikhalchik (UKR/BMW)
  3. Jan Halbich (CZ/Honda)

7. Toni Finsterbusch (D/Suzuki)

Ergebnis Rennen 2

  1. Ilya Mikhalchik (UKR/BMW)
  2. Bastien Mackels (B/BMW)
  3. Dominic Schmitter (CH/Suzuki)

5. Toni Finsterbusch (D/Suzuki)

Tabelle nach 2 von 14 Rennen

1. 45 Punkte Ilya Mikhalchik (UKR/BMW) 2. 45 Punkte Bastien Mackels (B/BMW)
3. 26 Punkte Jan Halbich (CZ/Honda)
5. 20 Punkte Toni Finsterbusch (D/Suzuki)

Saison 2018

Toni fährt diese Jahr wieder in der Internationalen Deutschen Meisterschaft für das Team Suzuki Mayer. Toni fährt wieder mit der Nummer 90.